hyperbuddhistic mindfullness

Nachts starke Angstgefühle, verbunden mit der kalten Furcht, mit der Entscheidung für Chemo die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Ich schwitze stark. Doch heiße Furcht. Meine Fingerspitzen sind noch immer taub, besonders irritieren heute die Daumen.

Fuck it!

Gerade laufen die antialergischen Medikamente für die Chemo ein. Und gleich geht’s dann los. Döse die ganze Zeit. Gar nichts ist losgegangen: nichts gemerkt. Übel wird es mir erst morgen – voraussichtlich….Bitte, Gott, richte es so ein, dass es mir nicht übel wird….

Bri (imessage):

Du kannst dich ein bisschen mehr bewegen als vorher? Das klingt schön!!

Me: bri, das ist so lächerlich wenig, ja, ich kann wie eine hundertjährige mal aufs Klo schleichen, angeklammert an diverse Bett und Türkanten – wobei ich mir meist noch in die Hose pisse, weil Inkontinent noch ein sehr potenter Ausdruck dafür wäre, was nicht mehr ist….Nokontinent oder Impertinent passt….dabei muss ich höllisch darauf achten, dass ich zu keiner Seite einknicke, oder mich ein bisschen drehe, (ich spreche von Nanomilimetern), weil das so irre wehtut, dass der Entschluss aufzustehen (Klo) mindestens 25min reifen muss —hyperbuddhistische Achtsamkeit könnte man das auch nennen — und daher bin ich immer zu spät….gut…. es ist ein Fortschritt, dass ich dabei nicht wild schreie…

coming soon

book

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Blog und weitere Text & Comic erscheinen voraussichtlich im April 2016 im weissbooks Verlag / Frankfurt

(Cover  1 oder 2?)

 

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In BARBARA 3. Ausgabe 11.2.16